Suchmaschinen, wie Google, sind die am meisten genutzte Onlineanwendung. Laut ARD/ZDF-Onlinestudie nutzen 83 % aller Internetnutzer Suchmaschinen – mehr als Messaging-Dienste, Online-Nachschlagewerke wie Wikipedia, Blogs, oder Facebook & Co. Wer in der Suchmaschine nicht auffindbar ist, ist im Internet unsichtbar.

Wer sich im Ranking dagegen gegen andere Websites durchsetzen kann und möglichst weit oben in Google und in anderen Suchmaschinen erscheint, erhöht damit die Anzahl der Besucher, die auf die Website kommen. Die eigene Website mit SEO (Search Engine Optimization, Suchmaschinenoptimierung) zu optimieren, ist unerlässlich dafür, überhaupt gefunden zu werden.

Eine gute, hochwertige Website mit nützlichen Inhalten ist ein Muss, sie nützt aber nichts, wenn sie hinter Tausenden anderer Seiten verschwindet. Daher gehört SEO zu den Maßnahmen, die fester Bestandteil der regelmäßigen Website-Pflege sein sollten. Welche SEO-Fehler oft anzutreffen sind und wie sie sich vermeiden lassen, zeigen wir Ihnen heute.

1. Keine Kontrolle über die Website und das CMS-System

Moderne CMS-Systeme haben einen entscheidenden Vorteil – sie sind so aufgebaut, dass selbst technisch Unbedarfte damit regelmäßig ihre Website pflegen können. Inhalte regelmäßig zu aktualisieren und dabei auch gleich nach SEO zu optimieren, ist mit dem richtigen System und den passenden Plug-ins kein Problem mehr.

Wer dagegen nicht selbst seine Website pflegen beziehungsweise auf Komponenten wie Meta-Tags, Alt-Texte etc. zugreifen kann, kann auch keine Suchmaschinenoptimierungen vornehmen.

2. Falsche oder unzureichende Keyword-Analyse

Am Anfang jeder Optimierung steht die Keyword-Analyse. Keywords geben Suchmaschinen, wie Google, den entscheidenden Hinweis darauf, worum es bei der Website geht. Fehlt der Hinweis, kann die Website auch nicht in den Suchergebnissen angezeigt werden, wenn ein Nutzer danach sucht. Entscheidend ist also, von Anfang an die passenden Keywords zu kennen und zu nutzen.

Dabei lohnt es sich, Synonyme zu vergleichen und sich für ein Keyword zu entscheiden, mit dem man sich von der Konkurrenz abhebt. Wer beispielsweise eine Mode-Website betreibt, wird es schwer haben, sich gegen andere Mode-Riesen durchzusetzen. Spezifischere Keywords, die genauer beschreiben, wofür die Website steht, helfen hier weiter.

So kann statt Mode auf Kindermode, Mode für Mollige, Designermode, Herren-Mode, Schwangerenmode etc. zurückgegriffen werden. Eine Analyse, wie oft die Keywords tatsächlich gesucht werden und ein Vergleich mit ähnlichen Keywords ist in jedem Fall Voraussetzung.

3. Fehler bei den Metaangaben

Die Metaangaben liefern den Suchmaschinen wichtige Informationen zum Inhalt der gesamten Website und sind im „Head“ zu finden. Zu den SEO-Fehlern bei den Meta-Angaben gehört, sie schlichtweg ganz zu vergessen oder nicht optimal zu nutzen.

Der Title-Tag, der in den Suchergebnissen als anklickbare Überschrift erscheint, sollte sowohl für die Suchmaschine als auch für den Besucher optimiert werden. Er sollte das Hauptkeyword der Seite enthalten, auf den Leser aber zugleich attraktiv wirken. Auch in die Meta-Description sollten die Haupt-Keywords einfließen, am besten gepaart mit einer spannenden Call-to-Action für den Nutzer.

4. Duplicate Content

Duplicate Content, „doppelter Inhalt“, führt nicht direkt zur gefürchteten „Abstrafung“ durch die Suchmaschinen, wie mitunter vermutet. Er führt schlichtweg dazu, dass die Suchmaschine nicht weiß, welcher Seite sie den Vorzug geben soll.

Einer der gravierendsten SEO-Fehler hinsichtlich des Duplicate Contents sind mehrere Domains, die die gleiche Website anzeigen. Das lässt sich jedoch leicht vermeiden, indem man eine Domain für die Website auswählt und die anderen Domains per 301-Redirect an diese weiterleitet.

Was für eine ganze Domain gilt, gilt aber auch für kleinere Inhalte, wie einzelne Artikel. Erscheinen diese auf mehreren Webseiten wird sich die Suchmaschine für eine entscheiden – gegebenenfalls für die falsche – und ihr den Vorzug geben.

5. Fehlender Alt-Text bei den Bildern

Bilder können Suchmaschinen nicht sehen beziehungsweise „auslesen“. Diese können sie dementsprechend auch keiner Suche zuordnen. Daher sollten Bilder immer auch Text erhalten. Dies geschieht, indem man sie über den Alt-Tag beschreibt. Dabei ist es wichtig, die passenden Keywords im Kopf zu haben und auch für die Alt-Attribute und die Bildbeschreibungen zu nutzen.

6. Zu wenig Content

Zu den Faktoren, nach denen Google das Ranking bewertet, gehört das Nutzerverhalten. Wer seinem Besucher jedoch nicht die Inhalte bietet, die er sucht, der wird ihn auch nicht auf der Seite halten und der Nutzer springt schnell wieder ab.

Hier ist eine gute Content-Strategie gefragt, die den User und seine Bedürfnisse, seine Fragen in den Mittelpunkt stellt und den Content danach ausrichtet. Unternehmen sollten hierbei die Perspektive wechseln und nicht an „Werbung“ und „Verkauf“ denken, sondern sich fragen, welche Probleme ihre Kunden haben, welche Bedürfnisse sie erfüllt bekommen möchten, welche Fragen auftauchen können. So lassen sich Produktseiten beispielsweise mit Videos mit Nutzungshinweisen oder Aufbauanleitungen kombinieren oder es lässt sich ein eigener Unternehmensblog mit spannenden Daten oder Ratgeberartikeln gestalten.

7. Fehler bei den externen Links

Links sind ein wichtiger Ranking-Faktor. Wie sie bewertet werden, hängt dabei von ihrer Qualität, von der Menge der Links auf der Website, von den verwendeten Ankertexten und dem richtigen Link-Mix ab. Wer seine Seite mit gutem Content füllt, hat die Grundlagen für hochwertige externe Links gelegt, denn dieser wird gern geteilt.

Zu den schwerwiegendsten SEO-Fehlern bei den externen Links dagegen gehört die Nutzung von Linkaustauschprogrammen. Auch Links aus Artikelverzeichnissen, Presseportalen oder von Seiten ohne hochwertigen Content sind mit Vorsicht zu genießen.

8. Keine internen Links

Nicht nur externe, sondern auch interne Links gelten als Rankingfaktor. Sie helfen, die Website zu strukturieren und können den Suchmaschinen helfen, relevante Seiten zu erkennen. Hierbei entstehen jedoch oft Fehler bei den Ankertexten.

Wer auf eine interne Seite verweist, sollte vorab das Keyword für diese Seite im Kopf haben. Dieses sollte dann der Ankertext des Links enthalten. So bietet nicht nur die Webseite, auf die verwiesen wird, selbst Hinweise auf ihren (relevanten) Inhalt, sondern auch der Ankertext weist zusammen mit dem Link darauf hin, dass die Webseite für das jeweilige Keyword von Belang ist.

9. Fehlende oder ungenaue Ankertexte

Ankertexte geben, wie bereits vorab beschrieben, wichtigen Hinweise auf die Inhalte der verlinkten Seite. Häufig dagegen werden sie viel zu wenig beachtet und mit ungenauen Bezeichnungen, wie „Unternehmen“, „Blog“, „Produkte“ etc. gefüllt. Wer dagegen die Ankertexte mit relevanten Texten und mit den richtigen Keywords verlinkt, trägt entscheidend zur Optimierung seiner Website bei.

10. Fehlendes responsives Design

Immer mehr Suchanfragen werden nicht über den PC, sondern über mobile Endgeräte, wie das Tablet oder das Smartphone, gestartet. Google hat darauf reagiert und rankt Seiten, die ein responsives Design haben, also mobile-friendly sind, besser als solche, die nicht optimal auf mobilen Endgeräten gelesen werden können.

11. SEO als Prozess verstehen

Ein SEO-Fehler, der gerade dann schnell passiert, wenn man sein Unternehmen gerade erst aufbaut oder eine Website gerade erst an den Start bringt, ist, SEO als einmaligen Kraftakt, als einmaliges Projekt zu betrachten.

Natürlich ist es wichtig, die Website erst einmal einer Grund-Optimierung zu unterziehen. Dennoch gehört SEO zur regelmäßigen Pflege der Website einfach dazu, ebenso wie regelmäßige Aktualisierungen und das regelmäßige Hinzufügen neuer Inhalte.

Jede Meldung, jeder Artikel, der zur Website hinzukommt, will suchmaschinenoptimiert werden. Jedes Bild sollte einen Alt-Tag erhalten und ab und zu lohnt es sich, wieder einmal die Keywords und die neuesten Trends unter die Lupe zu nehmen.

Sie wollen diese SEO-Fehler vermeiden und wünschen sich eine suchmaschinenoptimierte Website, die für Google & Co. genauso attraktiv ist wie für Ihre Leser? Dann setzen Sie sich mit uns in Kontakt!