Die Realisierung von Websites erfolgt heutzutage oftmals mittels sogenannter Content-Management-Systeme, die die Programmierung, die Gestaltung und die Verwaltung von Webseiten in einem System vereinen. Zwei der in Deutschland bekanntesten und am meisten verwendeten Content-Management-Systeme sind WordPress und TYPO3. Im direkten Vergleich jedoch schneidet WordPress mittlerweile wesentlich besser ab.
Warum? Das möchten wir im Folgenden näher beleuchten.

Verbreitung von WordPress und TYPO3

Obwohl WordPress erst fünf Jahre später auf den Markt gekommen ist als TYPO3, ist seine Bedeutung heute ungleich größer. Insgesamt basieren nach Aussagen von W³Techs inzwischen 26,9 Prozent aller Websites weltweit auf WordPress. Auf TYPO3 dagegen basieren lediglich 0,7 Prozent. WordPress hat damit einen Marktanteil an Content-Management-Systemen von 58,8 Prozent. Bei TYPO3 sind es gerade einmal 1,5 Prozent.

Ausstattung und Programmierung

Eine Website, die von Grund auf neu erstellt wird, erfordert einen hohen Programmieraufwand. So muss am Ende nicht nur das Design stimmen, sondern die Website sollte auch responsive sein, um auf Smartphone und Tablet zu funktionieren und sie sollte für alle gängigen Browser optimiert sein.

Um den Programmieraufwand hierbei zu minimieren, bieten sowohl WordPress als auch TYPO3 ein Grundgerüst in Form von sogenannten Themes an. Bei TYPO3 ist die Auswahl dieser Vorlagen im Gegensatz zu WordPress stark begrenzt. Die Premium-Themes von WordPress machen es möglich, viele fertige Funktionen zu übernehmen und sie nahtlos ins eigene Design einzufügen. So entstehen individuelle Websites, ohne dass hierfür jedesmal der gesamte Programmierungsaufwand anfällt. Die Premium-Themes von WordPress bieten eine von vornherein funktionstüchtige und mobiloptimierte Website, die einzigartig gestaltet werden und an spezielle Bedürfnisse angepasst werden kann.

Bei TYPO3 ist allein durch die begrenzte Auswahl der Themes der Programmierungsaufwand und somit die Kosten für eine Website wesentlich höher. Eine spezifische Anpassung an das eigene Design ist schwieriger umzusetzen und die Anpassung der Inhalte ist ungleich zeit- und kostenintensiver.

Individuelle Erweiterungen und Funktionen

Sowohl WordPress als auch TYPO3 bieten Erweiterungen an, die eine individuelle Anpassung der Website möglich machen. Mehr als 30.000 sogenannter Plugins bei WordPress stehen hierbei rund 1.200 Extensions von TYPO3 gegenüber. Allein die Anzahl sagt schon viel darüber aus, wie viele spezielle Funktionen welches Content-Management-System bietet.

Weder jedes WordPress-Plugin noch jede TYPO3-Extension ist funktionell. Bei TYPO3 erhalten die Erweiterungen einen Status, der einen groben Überblick über den Entwicklungsstatus der Extension geben soll. Dieser Status wird allerdings vom Entwickler selbst festgelegt, wodurch eine Einheitlichkeit fehlt. Bei WordPress kann man über die Erfahrungen anderer Benutzer schon vor dem Installieren einen Einblick in die Funktionsweise und den Entwicklungsstatus des Plugins erhalten.

Inhalte einpflegen und aktualisieren

Moderne Websites sollten dynamisch sein und ihre Inhalte sollten sich schnell und einfach verändern lassen.
Bei WordPress ist dies denkbar einfach möglich. Administratoren sehen Seiten und Artikel in einer Listen- und Seitendarstellung, was die Bedienung einfach und effizient macht.

Bei TYPO3 dagegen arbeitet das Backend mit einem Baumdiagramm. Dieses bietet zwar eine gewisse optische Logik, kann aber schnell unübersichtlich werden.

Bei WordPress können neue Inhalte und dynamische Seiten mit geringem Aufwand erstellt werden. Bei TYPO3 dagegen wird es schnell schwierig, da zusätzliche Inhalte häufig Programmierarbeiten erforderlich machen.

Inhalte, die dynamisch sind und regelmäßig aktualisiert werden, können mit WordPress einfach umgesetzt werden. Terminkalender, Pressemitteilungen oder Events können mit WordPress demnach einfach automatisch dargestellt werden. Bei TYPO3 fällt hierfür Programmierarbeit an. Die erweiterten Inhalte benötigen jeweils Extra-Vorlagen und müssen individuell bearbeitet werden.

Die Einarbeitung ins Content-Management-System für Ungeübte

Entscheidend für den Erfolg einer Seite und die Sichtbarkeit in Suchmaschinen ist nicht nur die Optimierung der Keywords. Auch Aspekte wie die regelmäßige Aktualisierung beeinflussen das SEO-Ranking positiv.

Viele Webseiten sind inhaltlich veraltet und es kostet Zeit, neue Inhalte in sie einzupflegen. Damit nicht das technische Drumherum mehr Zeit in Anspruch nimmt als die Erstellung der Inhalte an sich, muss die Benutzeroberfläche stimmen und die Bedienung auch für Nicht-Profis ohne lange Einarbeitungszeiten möglich sein.

Bei WordPress ist die Einpflege neuer Inhalte mit ein paar Klicks zu meistern. Hinzu kommt, dass es für die Suchmaschinen-Optimierung Plugins gibt, die jeden Inhalt prüfen und Empfehlungen für Optimierungen geben. Wer per WordPress regelmäßig Inhalte in seine Seite einpflegen möchte, beherrscht die Grundlagen des CMS bereits nach wenigen Stunden. Ein paar HTML-Grundlagen sind optimal, um Seiten und Artikel leichter zu erstellen. Doch auch diese können sich auf ein Minimum beschränken und sind in einer halben Stunde erlernt.

Die Einarbeitung in TYPO3 ist aufwendig und das CMS weit entfernt davon, selbsterklärend zu sein. Die Nutzung von TYPO3 erfordert das Erlernen von TypoScript und so ist für die Bedienung ein absolutes Minimum von mehreren Tagen Einarbeitungszeit erforderlich. Doch auch mit wenigen Tagen ist es bei TYPO3 nicht getan. Wer TypoScript beherrschen möchte (und für die Bearbeitung von TYPO3-Seiten braucht), muss mit einigen Wochen Lernaufwand rechnen. Spätestens, wenn der für die Inhalte Zuständige dann einmal ausfällt, kann es für Unternehmen schwierig werden, die Seite weiter zu aktualisieren.

SEO & Sichtbarkeit in Suchmaschinen

WordPress ist eindeutig Profi, wenn es um SEO (Suchmaschinen-Optimierung) geht. Nicht nur die vorab bereits erwähnten Plugins tragen entscheidend zu einem besseren Ranking bei. Auch die Möglichkeit, einfach dynamische Inhalte ohne Programmieraufwand zu erstellen, beeinflussen die Sichtbarkeit in Google und Co.

Ebenfalls bei WordPress (im Gegensatz zu TYPO3) verfügbar ist die Kommentarfunktion. Kommentare auf den Seiten zeigen den Suchmaschinen, dass die Seite für User wichtig und relevant ist. Damit steigt die Seite auch für die Suchmaschine in der Bedeutung und wird positiver bewertet.

Bei TYPO3 macht schon die aufwendige Bedienung die Aktualisierung schwer und bietet keine dynamischen Inhalte, ganz zu schweigen von einer automatischen Kommentar-Funktion. Damit ist es ungleich schwieriger, eine Webseite, die mit TYPO3 erstellt wurde, in den Suchmaschinen gut zu platzieren und vor allem auch dafür zu sorgen, dass sie langfristig ihre Platzierung halten kann.

Langfristige Pflege im Vergleich

Mit der Erstellung einer Website ist es auch was die Technik angeht, nicht getan. Werden Erweiterungen – also Plugins und Extensions – nicht aktualisiert, steigt das Sicherheitsrisiko: die Website kann gehackt werden. Bei WordPress werden die Plugins ständig weiterentwickelt und es sind kontinuierlich Updates verfügbar. Dies gilt nicht nur für die Erweiterungen. WordPress-Updates selbst lassen sich mit wenigen Klicks ohne Fachkenntnisse durchführen.

Bei TYPO3 gestaltet sich dies ganz anders. Die wenigen Themes und Extensions, die es gibt, sind meistens jeweils an einen einzigen Entwickler gebunden. Werden diese aktualisiert, entstehen oft hohe Kosten und Updates können nicht selbst durchgeführt werden. Damit ist TYPO3 nicht nur in der Anwendung ungleich komplizierter, sondern auch über die Jahre hinweg ungleich teurer und aufwendiger.

Fazit: WordPress ist der klare Sieger!

TYPO3 ist im Vergleich zu WordPress nicht nur aufweniger, sondern auch wesentlich teurer, weniger anpassungsfähig und in der Anwendung viel komplizierter. Auch in Zeiten des Online Marketings ist TYPO3 keine Alternative zu WordPress. Mit WordPress ist, im Unterschied zu TYPO3, eine perfekte Suchmaschinenoptimierung viel leichter möglich und relevante, aktuelle Inhalte lassen sich schnell und einfach auch von „Laien“ einpflegen.

Woher kommt dann in Deutschland die Vorliebe für TYPO3, möchte man fragen. Wir erinnern uns: der weltweite Marktanteil an Content-Management-Systemen liegt bei TYPO3 bei mageren 1,5%.

Die Antwort hierauf wissen wir leider auch nicht, wir vermuten jedoch, dass TYPO3 heute oftmals aus rein wirtschaftlichen Gründen als CMS der Wahl empfohlen wird. Viele Dienstleister und Agenturen sind auf TYPO3 spezialisiert und haben daher wahrscheinlich auch kein Interesse daran etwas zu ändern.

Warum die Argumentation, dass WordPress „nur für Blogs“ geeignet sei, bei genauer Betrachtung leicht als falsch dargestellt werden kann, lesen Sie im Artikel 10 Gründe, warum WordPress die ideale Lösung für Ihre Unternehmenswebsite ist.

Sie möchten Ihre Webseite professionell mit WordPress realisieren? Dann sprechen Sie uns an! Wir sind Experten in Sachen WordPress und entwickeln Ihre Website mit dem beliebtesten CMS-System der Welt nach Ihren Wünschen und Vorstellungen.

Auch interessant

Die 11 häufigsten SEO-Fehler

Suchmaschinen, wie Google, sind die am meisten genutzte Onlineanwendung. Laut ARD/ZDF-Onlinestudie nutzen 83 % aller Internetnutzer Suchmaschinen – mehr als Messaging-Dienste, Online-Nachschlagewerke wie Wikipedia, Blogs, oder Facebook & Co. Wer in der Suchmaschine...

mehr lesen

11 Gründe warum Sie eine neue Website brauchen

Die Anforderungen an eine Website haben sich in den letzten Jahren stark geändert. Wer eine Website hat, ist daher gut beraten, wenn er ab und zu prüft, ob diese noch den Anforderungen an eine gute oder moderne Website entspricht oder dringend einer...

mehr lesen