Die Anforderungen an eine Website haben sich in den letzten Jahren stark geändert. Wer eine Website hat, ist daher gut beraten, wenn er ab und zu prüft, ob diese noch den Anforderungen an eine gute oder moderne Website entspricht oder dringend einer „Generalüberholung“ bedarf. Woran aber erkennt man, ob eine Website veraltet ist? Wir haben zusammengefasst, worauf es bei einer Website heute ankommt und wie Sie erkennen, dass Sie dringend eine neue brauchen.

1. Veraltete Inhalte

Eine gute Website baut immer auf drei Säulen auf – einem guten und leserfreundlichen Inhalt, einem ansprechenden Design und der funktionierenden Technik. Die Inhalte sollten aktuell sein und die Angaben stimmen. Eine Website mit Inhalten, die veraltet sind, ist wie eine Visitenkarte mit einer falschen Adresse – sie erfüllt schlichtweg nicht mehr ihren Zweck.

2. Leere Worthülsen und fehlende Strategie

Nicht nur Inhalte, die so nicht mehr stimmig sind, gehören ausgetauscht. Es gab eine Zeit, da ging es hauptsächlich darum, überhaupt im Internet präsent zu sein, auf die Texte kam es dabei mitunter gar nicht so sehr an. Mit leeren Worthülsen wurden Produkte beworben und die Seiten eher nach dem Zufallsprinzip gefüllt – oder noch schlimmer – es wurde haufenweise mit Keywords um sich geworfen, ohne passende Inhalte zu liefern. Solche Webseiten sind definitiv nicht mehr gefragt. Vielmehr haben moderne Webseiten eine gut entwickelte, logische Content-Strategie und bieten dem Leser einen echten Mehrwert. Zudem werden Inhalte auf einer guten Webseite ständig erweitert, aktualisiert und ergänzt.

3. Ein veraltetes Design

Ebenso, wie sich die Anforderungen an die Inhalte geändert haben, sind die Anforderungen an das Design neuen gewichen. Ein Hinweis darauf, dass das Design Ihrer Website veraltet ist, liefert Ihnen Ihre Corporate Identity. Wenn Ihre Website diese nicht mehr widerspiegelt, sollten Sie sie daran anpassen lassen. Häufig passiert es auch, dass Unternehmen in ihrer Startphase eine Website mit kleinem Budget auf Grundlage von fertigen Vorlagen erstellen. Spätestens, wenn das Budget gewachsen ist und sich das Unternehmen etablieren konnte, ist jedoch eine zum Unternehmen oder zur Marke passende neue Website in einem ansprechenden Webdesign gefragt.

4. Fehlende Unterstützung für mobile Endgeräte (Responsive Webdesign)

Die Zeiten, in denen Webseiten hauptsächlich vom PC aus abgerufen werden, sind vorbei. Immer häufiger erfolgt der Zugang über mobile Endgeräte, wie Smartphone oder Tablet. Damit Ihre Website hier auch lesbar dargestellt wird und sich beispielsweise in der Breite an das Gerät anpasst, benötigt sie ein Responsive Webdesign, also ein Webdesign, mit dem sie sich für mobile Endgeräte eignet. Das Responsive Webdesign ist jedoch nicht nur für den Nutzer wichtig – auch in der Darstellung der Suchergebnisse kann es entscheidend sein, denn Webseiten, die „mobile friendly“ sind, gewährt Google in der Suche Vorrang vor Seiten, die nicht über ein responsives Design verfügen.

5. Fehlendes CMS

Mit einem Content Management System können Sie die Inhalte auf Ihrer Seite selbst pflegen und aktualisieren. Handelt es sich um eine Firmenwebsite, ist ein CMS unerlässlich. Vernachlässigt werden kann es allerdings bei statischen Landing-Pages, die keiner ständigen Aktualisierung bedürfen.

6. Die Verwendung von Flash

Flash ist seit Jahren heiß umstritten. Ob Flash nun tot ist oder nicht, mag diskutiert werden können, Fakt ist jedoch, dass es auf dem iPhone und dem iPad nicht funktioniert. Verwenden Sie noch immer Flash für Ihre Website, schließen Sie damit von vornherein bereits eine Nutzergruppe aus und verzichten damit eventuell auf potenzielle Kunden. Zudem wird immer wieder darauf hingewiesen, dass Flash ein Sicherheitsrisiko darstellen kann.

7. Fehlende sprechende URLs

Ihre URLs enthalten Kombinationen aus kryptischen Zeichen und Zahlenreihen? Dann ist definitiv ein Update angesagt! Es gibt gleich mehrere Gründe, die dafür sprechen, alte URLs in sprechende URLs zu verwandeln. Zum einen ist es für den Website-Besucher leichter, sich anhand der URL zu orientieren. Eine URL, die wie https://www.flippingrocks.de/employer-branding zeigt ihm beispielsweise auf den ersten Blick, dass er sich auf der Unterseite „Employer Branding“ befindet, ohne dass er hierzu erst lange in der Navigation suchen muss. Bei weiter verzweigten Websiten wird dies umso wichtiger. Ein zweites, wichtiges Argument ist die Bedeutung sprechender URLs für das Ranking in den Suchmaschinen. Sie erhalten mit passend gewählten Keywords in den URLs gleich einen Hinweis auf das Thema der Seite und ranken sie dementsprechend.

8. Eine Navigation mit Grafikelementen

Ältere Websites enthalten mitunter grafisch gestaltete Navigationen, das heißt die Navigationspunkte (und Texte) liegen als Hintergrundbild vor. Im Gegensatz zur Navigation mit Texten hat diese Gestaltung allerdings eine Reihe von Nachteilen. So sind Änderungen nicht so einfach möglich, wie es beim reinen Text der Fall wäre. Zudem wirkt sich eine solche Navigation unter Umständen negativ auf das Ranking in den Suchmaschinen aus, weil die Grafik von ihnen, im Gegensatz zum Text, schlichtweg nicht gelesen werden kann.

9. Eine chaotische Navigationsstruktur

Vor allem Websites, die über die Jahre gewachsen sind, haben oft eine chaotische Navigationsstruktur. Seiten sind hinzugekommen oder wurden entfernt und nicht immer wird beim Aufbau der Navigation auf das geachtet, was für den Websitebesucher wirklich am interessantesten ist. Die Folge: der User ergreift die Flucht.

10. Lange Ladezeiten

Internetnutzer sind verwöhnt, was Ladezeiten angeht. Sie wollen schnell und zuverlässig die Informationen erhalten, die sie suchen – egal von wo aus und wann. Braucht eine Webseite schon lange, um überhaupt aufgerufen werden zu können oder um die gewünschten Unterseiten anzuzeigen, sind die Besucher oft schnell weg, bevor sie die Inhalte überhaupt gesehen haben. Moderne Webseiten nutzen, um lange Ladezeiten zu umgehen, einen Caching-Mechanismus, der dafür sorgt, dass die Inhalte schnell zur Verfügung stehen.

11. Keine Analyse-Möglichkeiten

Wissen Sie, welche Ihrer Unterseiten am häufigsten besucht wird? Kennen Sie die Tage und die Tageszeiten, an denen Ihre Inhalte am meisten abgerufen werden? Woher kommen die Besucher Ihrer Website? Solche und ähnliche Informationen können Ihnen wichtige Hinweise auf Ihre Zielgruppe und auf besonders gefragte Inhalten Ihrer Website liefern – fehlen Sie, tappen Sie, was die Wünsche und Vorlieben Ihrer Kunden angeht, im Dunkeln. Verwenden Sie noch kein Tool zur Besucher-Analyse, braucht Ihre Website dringend eine Überholung und die Einbindung eines Tracking-Codes, beispielsweise von Google Analytics.

Wünschen Sie sich Unterstützung bei der Gestaltung oder Aktualisierung Ihrer Website oder möchten weitere Informationen erhalten, kontaktieren Sie uns gern unverbindlich.

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